Fachkliniken für Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit und nicht stoffgebundene Suchtformen

Die Entwöhnungsbehandlung ist Ihr erster Schritt zu einem Leben ohne Sucht.

Die überwiegende Anzahl der Suchtbehandlungen wird in stationären Behandlungseinrichtungen durchgeführt. In der Fachklinik erwartet Sie ein persönlich ausgerichtetes, qualifiziertes Behandlungsangebot in einem geschützten Rahmen. Dabei enthalten die Behandlungen nicht nur medizinisch-therapeutische Elemente sowie Sport- und Bewegungsangebote, sondern berücksichtigen insbesondere auch soziale und seelische Gesichtspunkte von Abhängigkeitserkrankungen. Bei allem steht Ihnen ein Bezugstherapeut als persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung und erarbeitet mit Ihnen Therapieziele.

In der Klinik arbeiten multiprofessionelle Teams (Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten, Bewegungstherapeuten, Krankenpflegepersonal) unter ärztlicher Anleitung, die mit Ihnen Perspektiven hinsichtlich persönlicher, sozialer und beruflicher Fragen entwickeln. Eine Entwöhnungsbehandlung dauert durchschnittlich je nach individuellem Bedarf bei einer Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten in der Regel 8 bis zu 16 Wochen. Bei Drogenabhängigkeit liegt die Behandlungsdauer i.d.R. zwischen 16 und 26 Wochen.

Adaptionseinrichtungen

Die Adaption ist eine stationäre Anschluss-Maßnahme und soll den Teilnehmern bei der Wiedereingliederung in den Beruf und die Gesellschaft helfen, die erreichte Abstinenz zu festigen und in einem alltagsnahen Leben zu verankern. Die Adaption kommt für diejenigen in Betracht, die arbeitsfähig, aber schon längere Zeit ohne Arbeit und Wohnung (im zukünftigen Lebensumfeld) sind. Sie muss im Laufe einer erfolgreich verlaufenden Entwöhnungsbehandlung gesondert beantragt werden. Die Dauer der Adaptionsbehandlung liegt bei Alkoholabhängigkeit i.d.R. bei bis zu 11-12 Wochen, bei Dogenabhängigkeit i.d.R. bei bis zu 16 Wochen.

Tageskliniken (ganztagsambulante Behandlung)

Das Angebot der ganztägigen ambulanten Rehabilitation richtet sich an Menschen, die über ein stabiles soziales Umfeld verfügen, das sie auf dem Weg Ihrer Genesung und in der Abstinenz unterstützt. Mit einem intensiven und strukturierten Therapieprogramm soll Ihre körperliche und seelische Gesundheit verbessert und Ihre Erwerbstätigkeit erhalten bzw. wiederhergestellt werden. Da es sich hier um ein wohnnahes Angebot handelt sollten Sie über die erforderliche Mobilität sowie körperliche und psychische Belastbarkeit verfügen, die Klinik mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln zu erreichen.

Hilfe Links Sucht Ev

Ambulante Behandlungseinrichtungen und Beratungsstellen

Eine ambulante Therapie hat den Vorteil, dass Sie während der gesamten Therapiedauer in ihrem sozialen Umfeld bleiben können. So können Sie Ihrer beruflichen Tätigkeit weiter nachgehen und das in der Therapie gelernte direkt in ihrem Alltag umsetzen. Nicht die Möglichkeit zu haben für eine definierte Zeit einmal aus dem belasteten Umfeld heraus treten zu können ist jedoch auch eine hohe Anforderung an Ihre Fähigkeit in diesem Kontext abstinent zu bleiben. Die Behandlung dauert in der Regel 12 Monate. Sie kann je nach Behandlungsverlauf verlängert oder verkürzt werden.

Soziotherapeutische Einrichtungen, Betreutes Wohnen

Gewohnheiten sind schwer zu verändern und in einer unterstützenden und suchtmittelfreien Gemeinschaft gelingt das besser. In den soziotherapeutischen Einrichtungen und betreutem Wohnen wird Ihnen dabei geholfen, Ihre Abstinenzentscheidung zu festigen und Ihre Gesundheit zu stärken. Wichtige Pfeiler sind die Erarbeitung einer geregelten Tagesstruktur, die Klärung der sozialen und finanziellen Herausforderungen und eine aktivierende Freizeitgestaltung. So wird ein suchtmittelfreier Lebensraum gestaltet, in dem Sie wieder Mut und Lebensfreude finden, eine zufriedene Abstinenz erreichen, aber auch Perspektiven entdecken und Veränderungen in Gang setzen können.

Beratungsstellen haben zum Ziel Ihre Lebensqualität durch individuelle Beratung, Begleitung und unterschiedliche Maßnahmen zu verbessern. Dazu gehört, Sie über den Krankheitsverlauf und die Behandlungsmöglichkeiten von Suchterkrankungen zu informieren und Sie darin zu unterstützen, sich mit den gesundheitlichen, familiären, beruflichen und finanziellen Folgen Ihrer Suchterkrankung auseinander zu setzen. Bei Veränderungswünschen oder dem Wunsch nach Abstinenz wird Ihnen dabei geholfen, die notwendigen hin zu einem Leben ohne Sucht anzugehen.

Hier (Einrichtungssuche  Hilfe-Links) finden Sie Hinweise und hilfreiche Adressen, an die man sich als Betroffener oder Angehöriger wenden kann.